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Donnerstag, 12. April 2012

KRÜPPELBEWEGUNG
Emanzipatorische Kämpfe gegen Mitleid und Ausbeutung
mit Udo Sierck

Bedürfnisse, Interessen und Rechte von Menschen mit Behinderungen sind fast nie Thema linker Politik und sozialer Bewegungen. Das war mal etwas anders: Die „Krüppelbewegung“ kämpfte in den 1970/80er Jahre für Gesellschaftsveränderung im Sinne der Interessen und Bedürfnisse Behinderter – weit über die Integration in den Arbeitsmarkt hinaus.
Der provokative Begriff „Krüppel“ wurde der abschätzigen Alltagssprache entlehnt und stand für eine autonome Position der Behindertenbewegung. 30 Jahre Krüppelbewegung – wo ist sie gelandet?“ fragen Udo Sierck und Christian Mürner in ihrem Buch „Krüppel-Zeitung“ von 2009. Welche alltäglichen Kämpfe führen Menschen mit Behinderungen heute? Wie stehen diese zu anderen sozialen Auseinandersetzungen? Sierck wird in seinem Vortrag versuchen, Antworten auf diese Frage zu formulieren.

Udo Sierck ist Aktivist der Krüppelbewegung und arbeitet als Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg am Zentrum für Disability Studies (ZeDiS). Als Autor hat er zahlreiche Bücher rund um das Thema Behinderung verfasst, zuletzt gemeinsam mit Christian Mürner: „Krüppel-Zeitung - Brisanz der Behindertenbewegung“.

im Vortragssaal der
Rosa-Luxemburg-stiftung/Peter-imandt-Gesellschaft
66111 Saarbrücken
Futterstr. 17-19

18.00 UHR