Archiv 2012





Freitag, 10. Februar 2012

Alltagskämpfe als praktischer Antikapitalismus?

„Aufhören, den Kapitalismus zu machen!“, ist der zentrale Appell des Theoretikers John Holloway der Autonomen Universität Puebla, Mexiko. In seinem neuen Buch „Kapitalismus aufbrechen“ fordert er: Wir dürfen Leben und Tun nicht der kapitalistischen Logik unterordnen, sondern wollen das tun, was uns wichtig und notwendig erscheint. Für Holloway steht angesichts der ökologischen und menschlichen Katastrophe des Kapitalismus die Frage im Mittelpunkt, wie hier und heute grundlegende Veränderungen zu erreichen sind. Im Zuge der aktuellen Krisenentwicklungen und angesichts des erneuten Interesses an der Kritik des Kapitalismus und der Möglichkeit anderer Welten, gehört Holloway weltweit zu den meistdiskutierten kritischen Autoren.

Lars Stubbe, Übersetzer von Holloways Buch „Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen“, wird dessen Ansatz, die Revolution zu denken, vorstellen. Er untersucht welche gesellschaftliche und politische Praxis sich an diesem orientieren kann.

Lars Stubbe ist Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an der Universität Kassel sowie Übersetzer und Dolmetscher. Er forscht und lehrt zu Fragen des Marxismus, politischer Theorie sowie aktuellen gewerkschaftlichen Strategien.

IM VORTRAGSSAAL DER
ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG/PETER-IMANDT-GESELLSCHAFT
66111 SAARBRÜCKEN
FUTTERSTR. 17-19
18.00 UHR