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Der Bürgermeister der Stadt Völklingen (und ehemalige Beschäftigte bei Saarberg und RAG) Wolfgang Bintz erinnerte an die 299 toten Bergleute bei der Schlagwetterexplosion auf der Grube Luisenthal 1962. Dabei dankte er dem Autor Hubert Kesternich für dessen Beitrag zur Geschichte Völklingens
.

Dank der Recherchen von Hubert Kesternich ließ sich nun der erste Streik in Deutschland ermitteln: Er fand am 7. Februar 1816 bei Klarenthal statt. Dass "Saarländer" schon so früh gegen soziale Ungerechtigkeit protestiert haben, darüber freute sich der Landtagsabgeordnete Lothar Schnitzler DIE LINKE.


Fast 100 Besucher kamen zur Buchvorstellung in den Festsaal der VHS-Völklingen.


Vor dem Gemälde "Schlacht auf den Spicherer Höhen" gab Kesternich Auskunft über seine Motivation, sich mit dem Grubenunglück von Luisenthal zu beschäftigen. Er selbst war in jungen Jahren Bergmann in Luisenthal und blieb von dem Unglück verschont.


Kesternich musste zahlreichen Wünschen nach Autogrammen und Widmungen nachkommen.


Tonia Koch von Deutschlandradio Kultur interviewt Hubert Kesternich für einen Beitrag zum 50. Jahrestags des Grubenunglücks von Luisenthal.


Pressebericht

Freitag, 3. Februar 2012, Buchvorstellung:
TOD IM SCHACHT – eine Chronologie
Die andere Grubengeschichte
von Hubert Kesternich

Völklingen. Die Bilder gehen unter die Haut. Gut 100 Menschen sind am vergangenen Freitag zur Buchvorstellung in den Festsaal des Alten Völklinger Rathauses gekommen. Hubert Kesternich, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Peter-Imandt-Gesellschaft für politische Bildung und Kultur im Saarland haben eingeladen. Kesternich, vor einem halben Jahrhundert selbst junger Bergmann in Luisenthal und damit Zeitzeuge des schlimmsten Unglückes in der Geschichte des Saarbergbaus, hat ein historisches Buch zum „Tod im Schacht“ geschrieben. 400 Seiten, die sich mit dem „jähen Tod unter Tage“, also mit Grubenunglücken ab Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute befassen (die SZ berichtete bereits). Kesternich, als erklärter Vertreter der Arbeiterklasse, zeigt keinen Zweifel daran: „Die 299 Bergleute sind gestorben, weil Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten wurden, weil Gasmessungen ignoriert wurden, weil Staubbühnen nicht ordnungsgemäß ausgestattet waren.“

Als der Autor im dicht besetzten Rathaus-Festsaal den damaligen Tag mit seinen fatalen Folgen minutiös beschreibt, dazu Namen und Geburtsdaten der betroffenen Bergleute nennt, Ursachenforschung betreibt, Einzelschicksale beschreibt und dazu Schwarz-Weiß-Bilder von der damaligen Situation über Tage („banges Warten zwischen Zuversicht und wachsender Hoffnungslosigkeit“) präsentiert, kann die Betroffenheit im Saal, auch ein halbes Jahrhundert nach dem Ereignis, sozusagen „mit Händen gegriffen werden“. Dies unterstreichen in ihren Grußworten auch Bürgermeister Wolfgang Bintz und Landtagsabgeordneter Lothar Schnitzler von der Partei Die Linke. Bintz, der selbst aus dem Bergbau kommt: „Der Autor hat sich sehr intensiv, der Sache schuldig, mit dem Luisenthaler Grubenunglück auseinandergesetzt.“

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 7. Februar 2012 über die Buchvorstellung „Tod im Schacht“ am 3. Februar im Festsaal der VHS-Völklingen




Das Buch kann ab sofort unter der ISBN-Nummer 978-3-930771-74-5 zum Preis von 25 Euro im Buchhandel erworben werden.
Bestellung auch über die Rosa Luxemburg Stiftung, Saarland möglich.